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Mediadaten

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Alle Kristallstrukturen kleiner Moleküle auf einen Blick 4-5/17

FIZ Karlsruhe und CCDC vereinbaren Kooperation für ein gemeinsames Projekt, das den gleichzeitigen Zugriff auf zwei voneinander unabhängige Datenbanken ermöglicht.

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur (FIZ Karlsruhe) und das Cambridge Crystallographic Data Centre (The CCDC) geben den Beginn eines gemeinsamen Entwicklungsprojekts bekannt. Damit wird es erstmals möglich, Daten zu Kristallstrukturen über alle Chemie-Disziplinen – Organik, Anorganik, Metallorganik - hinweg gemeinsam zu deponieren und zugänglich zu machen. Die daraus resultierenden Funktionalitäten - die Suche in über einer Million kristallographischer Strukturen und die zentrale Deponierung von Daten für die Cambridge Structural Database (CSD) des CCDC und FIZ Karlsruhes Inorganic Crystal Structure Database (ICSD) sowie die ihnen zugrundeliegenden CIF-Depots - bieten grosse Vorteile für Forscher und Lehrende in allen Chemie-Disziplinen. Zwei zuverlässige Datenbankbetreiber im Bereich Chemie schliessen sich zusammen, um den umfassenden Zugriff auf sämtliche jemals veröffentlichten Strukturen zu ermöglichen. Darüber hinaus sind alle Einträge durch Links mit Veröffentlichungen und Informationsquellen von Drittanbietern verknüpft. Besonders interessant ist diese Entwicklung für Wissenschaftler, deren Forschung die Grenzen zwischen organischer, anorganischer und metallorganischer Chemie überschreitet.

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Gelatine statt Unterarm 4-5/17

Cornelia Zogg

Hautmodell ersetzt Versuche am Menschen

Die Eigenschaften von menschlicher Haut hängen stark von deren Hydration ab, einfach gesagt: dem Wassergehalt. Dies verändert etwa auch die Wechselwirkung mit Textilien. Bislang konnte man die Interaktion von menschlicher Haut mit Textilien nur mittels Probandenversuchen ermitteln. Nun haben Empa-Forschende ein künstliches Hautmodell auf Gelatinebasis entwickelt, das die menschliche Haut nahezu perfekt simuliert.

Der Feuchtigkeitshaushalt der menschlichen Haut ist ein komplexes System. Feuchtigkeitszugabe strafft sie und verändert ihre Eigenschaften. Das lässt sich beispielsweise bei Handwerksarbeiten beobachten: Ein leichter Schweissfilm hilft, Hammer oder Schraubenzieher besser zu greifen; übermässiges Schwitzen lässt die Werkzeuge allerdings abrutschen. Durch die Feuchtigkeit schwillt die obere Schicht der Haut (Stratum corneum) auf und bietet somit eine grössere Kontaktfläche, was mehr Halt ermöglicht. Zu viel Feuchtigkeit kann aber auch negative Auswirkungen haben. Das Resultat: Blasen an Füssen oder Händen, Reizungen oder Ausschläge. Vor allem in Zusammenhang mit Textilien, die unsere Haut bedecken, sind solche Reaktionen häufig und dementsprechend unerwünscht.

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Biotechnologisch erzeugte Bausteine für Chemie und biologisch abbaubare Kunststoffe 4-5/17

Bakterien produzieren Bio-Kunststoffe und Zwischenprodukte

Im Juli 2015 richtete das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz den Projektverbund «Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern – BayBiotech» ein. Ziel ist es, durch anwendungsbezogene Forschungsvorhaben im Bereich der Biotechnologie einen Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten und die Umstellung auf eine nachhaltige Bioökonomie zu unterstützen. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Bayreuth stellten heute in Erlangen ihre Forschungsergebnisse vor.

Angesichts endlicher Vorräte an Erdöl und Erdgas geht die Entwicklung klar in Richtung ressourcenschonender und nachhaltiger Produktion von Kunststoffen und chemischen Zwischenprodukten mit biotechnologischen Verfahren. Dazu hat das Bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz den Projektverbund «Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern – BayBiotech» auf den Weg gebracht.
«Wir wollen unsere bisherigen Erfolge beim Schutz der Umwelt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bioökonomie weiter ausbauen. Der Projektverbund will mit Hilfe der Biotechnologie innovative und umweltfreundliche Produktionsverfahren vorantreiben. Mit dem Werkzeugkasten der Natur können wir die Produkte von morgen aus Pflanzen und Bakterien gewinnen. Was heute der Pullover aus Wolle ist, kann morgen der Autoreifen aus pflanzlichen Stoffen sein. Unser Ziel ist eine nachhaltige Bioökonomie, die Ökologie und Wirtschaft durch die verantwortungsvolle Nutzung biologischer Ressourcen miteinander verbindet», sagte Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, deren Ministerium den Projektverbund mit rund 2 Millionen Euro finanziert.

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