Laborscope durchsuchen...

Mediadaten

Download Mediadaten 2018

Laborscope das offizielle Organ des Fachverbandes für Laborberufe Schweiz.

Mehr Effizienz im GC- und LC-Labor

Automatisierung

Der Weg zu mehr Produktivität in der GC und HPLC führt über die Automatisierung manueller Arbeitsschritte. Doch auch die Automatisierung an sich kann erhebliches Optimierungspotenzial besitzen, wie amerikanische Applikationsexperten am Beispiel des Nachweises von PFTs in Wasser zeigen konnten.

Davon ausgehend, dass ein Erwachsener täglich rund 1,5 Liter Wasser zu sich nehmen soll und berücksichtigt man, dass Trinkwasser eine wichtige Zutat bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln ist, kann selbst eine geringfügige Schadstoffkontamination des Wassers pro Volumeneinheit auf Dauer zu einer hohen gesundheitlichen Belastung des menschlichen Organismus führen. Insbesondere dann, wenn sich Schadstoffrückstände im Organismus anreichern, denen obendrein ein erhebliches gesundheitsschädliches Potenzial attestiert wird. Wie es bei perfluorierten Tensiden (PFT) der Fall ist.
PFTs lassen sich in zwei Stoffgruppen unterteilen: in perfluorierte Alkylsulfonate (PFAS) mit Perfluoroctansulfonat (PFOS) als bekanntestem Vertreter, und perfluorierte Carbonsäuren (PFCA), mit der Perfluoroctansäure (PFOA) als namenhaftesten Vertreter. Das Besondere: Während die Kohlenstoffkette der PFTs hydrophob ist, weist die Kopfgruppe hydrophile Eigenschaften auf. Ihr amphiphiler Charakter erklärt die Verwendung von PFTs als Tensid. Werden PFTs auf Oberflächen aufgetragen, weisen sie sowohl Wasser als auch Öle, Fette und Schmutz ab. Die Eigenschaft macht sich die Textil- und Papierindustrie zunutze, die PFTs zur Modifizierung und Veredelung von Oberflächen verwendet. Aufgrund der polaren Kohlenstoff-Fluor-Bindung, die zu den festesten Bindungen in der organischen Chemie zählen, sind PFTs thermisch und chemisch extrem stabil. Ihrer Eigenschaft und Beständigkeit wegen werden PFTs in der Galvanik eingesetzt, als Emulgator bei der Herstellung von Fluorpolymeren (Teflon) sowie als Additiv bei Feuerlösch-, Schutz-, Schmier- und Imprägnierungsmitteln.

Weiterlesen: Mehr Effizienz im GC- und...

Viele Spitzenforscher – ein Boden

Kautschuk-Beläge unterstützen das Open-Space-Konzept im Zürcher Balgrist Campus

Hier arbeiten Spitzenforscher aus verschiedenen Disziplinen sowie Vertreter der Wirtschaft Seite an Seite: Ende 2015 wurde auf dem Balgrist Campus in Zürich ein wegweisendes, medizinisches Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Bewegungsapparat in Betrieb genommen. Ziel ist der interdisziplinäre Austausch zwischen Patienten, Ärzten, Forschern und der Industrie. Das anspruchsvolle internationale Forschungsumfeld erforderte ein neu konzipiertes, innovatives Labor- und Bürokonzept. Dabei sollte die ungehinderte Kommunikation und der Wissenstransfer zwischen den verschieden Teams gefördert werden. Das Ergebnis ist ein bewusst offen gestalteter Baukörper mit transparenten, versetzten Geschossen. Aus Sicht von Architekten und Bauherrn sollte auch der Boden das architektonische Konzept unterstützen. Die Kautschuk-Beläge von nora systems vereinen Ästhetik und Funktion auf ideale Weise und unterstützen das innovative Gebäudekonzept im Objekt.

Weiterlesen: Viele Spitzenforscher – ein...

Neues Magnetrührsystem mit gekapselter Sensorik erfasst permanent alle Funktionen

Sensible Rührprozesse präzise überwachen:

Keine Verbindung zwischen Tankinnerem und -äusserem dank Magnetkupplung

Im Rahmen von biopharmazeutischen Prozessen in der Pharmaindustrie, beispielsweise bei der Impfstoffherstellung, der Puffer- und Medienproduktion oder in Bioreaktoren für Bakterien und Zellkulturen, werden verschiedene Inhaltsstoffe miteinander vermischt – ein Prozess, der sowohl möglichst schonend, hygienisch als auch effizient vonstattengehen soll. Um diesen An-forderungen zu begegnen und selbst höchste Ansprüche an Sicherheit und Sterilität erfüllen zu können, hat die Armaturenwerk Hötensleben GmbH (AWH) ein neues Magnetrührsystem VPureMix mit spezieller Sensorik entwickelt. Dank der magnetischen Kupplung besteht keine physische Verbindung zwischen Tankinnerem und -äusserem, was die Risiken einer konventionellen Wellendurchführung wie Leckagen oder Kontaminationen eliminiert. Der keramisch gelagerte Mischkopf sorgt dank geringer Scherkräfte zudem für eine schonende Mischung des Produkts und für eine risikofreie Tankentleerung selbst im laufenden Betrieb. Der gekapselte Sensor erfasst dabei permanent sämtliche Funktionen und zeigt sie direkt an einer Kontrolleinheit an. Sogar die Drehrichtung des Rührwerks kann auf diese Weise überprüft werden.
«In der Arzneimittelherstellung geht es oft darum, verschiedene Bestandteile homogen über das gesamte Volumen eines Produktes zu verteilen. Blutplasma beispielsweise muss für die Fraktionierung zunächst gleichmässig vermischt werden», so Martin Jaspers, Produktmanager bei AWH. «Dieser Prozess muss natürlich absolut hygienisch ablaufen.» Aus diesem Grund sind Antriebseinheit und Mischkopf des VPureMix-Rührsystems durch eine magnetische Kupplung miteinander verbunden, so dass es im Gegensatz zu einer herkömmlichen Wellendurchführung keine physische Verbindung zwischen dem Inneren und Äusseren des Tanks, etwa über Welle, Dichtung oder O-Ring gibt. Auf diese Weise sind keine Leckagen oder Kontaminationen möglich und die Integrität von Behälter sowie Produkt wird zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Weiterlesen: Neues Magnetrührsystem mit...

Lebensmittelsicherheit – ein Thema, zahlreiche Anforderungen, individuelle Lösungen

Salmonellen in Käse oder Pralinen, Pferdefleisch statt dem auf der Verpackung angegebenen Rind, giftiges Arsen in Reis oder hohe Quecksilbergehalte in Fisch — Lebensmittelskandale und Warnungen von Verbraucherbehörden schrecken uns immer wieder auf. Die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln betrifft uns unmittelbar. Dabei hat Lebensmittelsicherheit viele Aspekte. Es geht nicht nur darum sicherzustellen, dass Lebensmittel frei von krankmachenden Keimen und giftigen Substanzen sind, sondern auch um deren Nährwert und Herkunft – ist eine ausreichende Versorgung mit Mako- und Mikronährstoffen sichergestellt und enthalten die Produkte, die wir kaufen tatsächlich das was auf der Verpackung versprochen wird.

Weiterlesen: Lebensmittelsicherheit – ein...

Schneller zu höherer Homogenität

Gefriertrocknungsverfahren für die kontrollierte Eiskeimbildung

Johann Kaltenegger, VMC Anwendungstechnik Chemie, Linde AG

Die Gefriertrocknung, auch als Lyophilisierung bezeichnet, spielt bei der Herstellung von Medikamenten eine wichtige Rolle. Ein von Linde Gas und IMA Life entwickeltes Verfahren zur kontrollierten Eiskeimbildung bietet eine kommerziell nutzbare Möglichkeit, um anhand mikroskopisch kleiner Eiskristalle homogene Endprodukte herzustellen. PanGas als Teil der Linde Group ist für den Vertrieb in der Schweiz zuständig.

Voraussetzung für das Eintreten der Eiskeimbildung sind zwei Prozessbedingungen: Die Produkttemperatur muss unter dem Gefrierpunkt liegen. Zudem müssen Nukleationselemente vorhanden sein, die den Prozess der Eiskeimbildung ermöglichen. Die Temperaturdifferenz zwischen dem Gleichgewichtsgefrierpunkt und der Eiskeimbildung wird als Unterkühlung (Super Cooling) bezeichnet. Eine niedrigere Temperatur bei der Eiskeimbildung oder eine stärkere Unterkühlung führen zu einer grösseren Anzahl von Eiskeimen und damit zu kleineren Eiskristallen. Andererseits bewirken eine höhere Nukleationstemperatur oder ein geringerer Unterkühlungsgrad, dass weniger Eiskeime und grössere Eiskristalle und somit grössere Poren und Porennetzwerke gebildet werden. Da grössere Poren höhere Sublimationsgeschwindigkeiten mit sich bringen, verkürzen sich auch die Trocknungszyklen und die Rekonstruktionsdauer. Zudem
verbessern sich die Produkteigenschaften. Damit die Produktmorphologie sowie die Struktur und das Aussehen des Produktkuchens gleichmässig und in allen Glasfläschchen (Vials) identisch sind, muss die Eiskeimbildung gleichzeitig stattfinden.  Sind die Bedingungen jedoch unkontrolliert und keine Nukleationselemente vorhanden, kann die Verteilung der Nukleationstemperatur in den verschiedenen Vials und damit die Gleichmässigkeit des Endprodukts stark variieren. Die ist vor allem bei der Verwendung von glattwandigen sterilen Glasfläschchen der Fall. Deshalb stellt das Gefrieren einen der wichtigsten Schritte des Lyophilisierungsprozesses dar.
Die grösste Schwierigkeit bei der kontrollierten Eiskeimbildung in flüssigen Präparaten, also bei der Bestimmung von Nukleationstemperatur und -zeitpunkt, ist ihre Skalierbarkeit. Einige Verfahren funktionieren unter Laborbedingungen sehr gut, lassen sich aber nur schwer auf grössere Produktionsmengen übertragen.

Weiterlesen: Schneller zu höherer...

Seite 1 von 2